Wanda Dufner

Biografie

*1992 in Zürich, wuchs im Kanton Aargau auf, wo sie noch heute lebt. Sie hat Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Illustration Fiction an der Hochschule Luzern — Design & Kunst (HSLU) studiert und arbeitet derzeit als Illustratorin, Comiczeichnerin und Künstlerin in ihrem Atelier in der Wisa Gloria in Lenzburg. Für «Bauchlandung» erhielt sie 2021 das Comic-Stipendium der Deutschschweizer Städte und war 2023 für den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung nominiert.

Bücher von Wanda Dufner

Bibliographie

  • Wanda Dufner:
    «Bauchlandung — Geschichte einer Teenager-Schwangerschaft»

  • ISBN 978-3-03731-273-5

    400 Seiten, farbig,
    17 × 22 cm, Softcover

    1. Auflage: 2025

Beschreibung

Noemi ist sich sicher, dass sie nie schwanger werden kann. Dünne Mädchen können keine Kinder bekommen, denkt sie. Und bei küssenden Menschen im Fernseher kann sie auch kaum hinschauen. Dann passiert das Unvorhergesehene: Noemi wird schwanger — mit 17 Jahren. Neben ihren eigenen Ängsten und inneren Konflikten muss sie auch noch durch all die Stimmen navigieren, die von aussen auf sie einprasseln. Ihre Familie, ihr Freund, die Lehrpersonen, die Ärzt*innen und sogar Unbekannte auf der Strasse — alle scheinen es besser zu wissen und scheuen sich nicht, ihr das mitzuteilen.

Ehrlich, mit bitterbösem Humor und in knallbunten Farben zeigt Wanda Dufner, wie Noemi wiederholt in eine Opferrolle gedrängt und nicht ernst genommen wird. Gleichzeitig erlaubt sie Noemi, sich durch ihren abgeklärten Erzählton von der Fremdbestimmung zu emanzipieren.

«Anhand einer Teenager-Schwangerschaft illustriert Wanda Dufner eingängig, wie Mädchen bereits in jungem Alter ihre eigene Körperwahrnehmung, ihre sexuelle Integrität und ihre Selbstbestimmung abgesprochen werden. Ein fulminantes Début über die Objektifizierung von weiblich gelesenen Körpern und ein Musthave für einen zeitgemässen Aufklärungsunterricht.» — Marah Rikli, Journalistin und Aktivistin

Auszeichnungen

  • Nominierung für den Max und Moritz-Preis 2026

  • Prix Delémont’BD: Bester Schweizer Comic 2025

  • Nominierung für den Peng! Münchner Comicpreis 2025 als bester deutschsprachiger Comic

  • Comic-Stipendium der Deutschschweizer Städte 2021

  • Nominierung für den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung 2023

  • Comic des Monats, März 2025, radio drei rbb

Presse

  • «Ein sehr eindrückliches [Buch].» Wanda Dufner im Gespräch mit Tim Wirth, Tagesanzeiger

  • Mutter mit 17 – Teenager-Schwangerschaft damals und heute, Wanda Dufner beim SRF Kulturplatz

  • «An der Schwelle vom Kind zur Frau ergeht es vielen Teenagern wie Noemi. Erstmals erleben sie, dass ihr weiblicher Körper nicht ihnen allein gehört, sondern rundum begafft, beurteilt und bewertet wird. Dass andere ihn besitzen, über ihn bestimmen wollen.» Tina Uhlmann, Sarganserländer

  • Wanda Dufner im Gespräch mit Julia Schaaf, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

  • Wanda Dufner im Gespräch mit Susanne Luerweg, Deutschlandfunk Kultur

  • «Das ist großartig. Und es ist großartig, dass ‹Bauchlandung› so überspitzt und grotesk und voller Humor daherkommt. Denn so ist ‹Bauchlandung› nicht nur ein Comic für Betroffene, sondern für Menschen jeden Alters, die am echten Leben interessiert sind.» Andrea Heinze, radio3

  • Wanda Dufner im Gespräch mit Heike Klein, Der Spiegel

  • «Die Schwere des Themas gleicht Wanda Dufner mit einem knallbunten Illustrationsstil aus. So findet ein leiser Humor auch Eingang in die schwierigsten Szenen, und die Farben lassen einen vorsichtigen Optimismus vermuten.» Cornelia Hüsser, Phosphor Kultur

  • «Diese Kombination aus Aufklärung, Humor und Unterhaltung macht ‹Bauchlandung› so einmalig und wertvoll.» Christian Gasser, SRF 2 Kultur, Kultur-Aktualität

  • «Die detailreichen, bunten und humorvollen Illustrationen lassen immer wieder kurze Entdeckungspausen zu – eine Möglichkeit, die ein Roman in Textform nicht bieten würde. » Nina Englert, ndr Kultur

  • «‹Bauchlandung›verweigert sich der Vorstellung, dass Mutterschaft eine homogene Erfahrung sei oder dass es überhaupt den einen richtigen Weg geben könne. Und das liest sich am Ende: unglaublich befreiend.» Tabea Andres, WOZ

  • Besprechung von Friederike Hermann im Podcast Lieblingsbücher

  • «Dufners 400-seitige Tour de Force durch ein albtraumhaftes Dickicht gesellschaftlicher Ressentiments, bei der alle alles besserwissen als diejenige, der gerade die größte Veränderung ihres Lebens widerfährt, ist direkt, schrill und unverstellt– und vielleicht gerade auch deshalb Zeugnis von größter Empathie.» Frank Osiewacz, Westfälische Anzeiger

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